Geissflue

Aussicht von der Geissflue.

Auf der Geissflue, oberhalb der Schafmatt bei Oltingen, auf 962 Metern Höhe, leuchteten nachts früher die Hochwacht-Feuer, eine Schweizer Spezialität. Mittels Rauch wurden auch tagsüber optische Signale von Berg zu Berg weitergegeben. Bei Nebel geschah dies durch Mörserschüsse. Innert Kürze konnte so vor Gefahren gewarnt werden. Die Hochwacht auf der Geissfluh wurde letztmals 1796 betrieben, um 2400 Eidgenossen zur Grenzsicherung bei Hüningen zu mobilisieren.

Heute lockt die Geissflue mit ihrer fantastischen Aussicht Richtung Norden, bis zum Schwarzwald und zu den Vogesen. Der Aufstieg selbst bietet Einblicke in die von Acker- und Obstbau dominierte Landwirtschaft auf der Wenslinger Juratafel. In Oltingen (Bild) schlägt das Herz höher beim Anblick des intakten Baselbieter Dorfes und wegen der ausgedehnten alten Zwetschgenbaumgärten – Lebensraum vieler Höhlenbrüter.

Der waldreiche Anstieg parallel zur heutigen Passstrasse führt danach auf die Schafmatt: Wo einst Wegelagerer den Reisenden auflauerten, erstrecken sich ausgedehnte Heuwiesen und lädt das Naturfreundehaus zum Besuch ein. Bis zur Geissflue sind von dort noch etwa 20 Minuten steiler Anstieg nötig.

Ausgangspunkt: Wenslingen, BL
Endpunkt: Salhöhe, SO
Dauer: Aufstieg ca. 2 Stunden, Abstieg ca. 30 Minuten
Optimale Zeit: Frühling bis Herbst
Variante: Abstieg nach Kienberg, Umweg zur Rohrerplatte mit Alpen- und AKWsicht.
In weniger als einer Stunde erreicht man die Geissflue auch von der Salhöhe (Bus) aus. Vorbei am höchsten Punkt des Aargaus führt der Weg durch prächtigen Buchen- und teilweise langweiligen Wirtschaftswald.
Besonderes: Auf Anmeldung nächtlicher Besuch der Sternwarte (http://ava.astronomie.ch). In Wenslingen und Oltingen Stationen des Wanderpfades «passepartout tafeljura» (www.erlebnisraum-tafeljura.ch).

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