Schlossfelsen Waldenburg – Gerstelflue – Rehhag: Vielfalt an Wäldern und Felsenpflanzen

Blick Richtung Waldenburg und links zum Gerstel und Rehhag.

Wegbeschreibung
Wanderung von Waldenburg aus auf den Schlossfelsen, dann dem Kretenweg folgend Richtung Rehhag.

Die Krete des Rehhags zählt zu den naturkundlichen Perlen des Baselbiets. Auf kleinem Raum ist eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Waldtypen in schöner Ausbildung vorhanden. Besonders spannend sind der Buchs-Flaumeichenwald unterhalb des Schlossfelsens und die Kreten-Föhrenwälder auf den Felsspitzen. Reichhaltig ist in diesem Gebiet auch die Felsenflora, sowohl an der Nordseite der Gerstelflue mit Aurikel (Flühblümchen) und beim Rehhag als auch an den mächtigen Felsformationen der Gerstelflue-Südseite mit dem regional seltenen Alpen-Seidelbast.

Auf der Höhe stossen mit der Rehhagweid und Lauchweid national bedeutsame Magerweiden an den bewaldeten Kamm. Die Weiden gehören für Tagfalter und generell für Insekten zu den wertvollsten der Nordwestschweiz.

Naturkundler können hier in einem Tag unmöglich alle interessanten Orte näher betrachten. Sehr eindrücklich an diesem in West-Ost-Richtung verlaufenden Bergrücken sind die Gegensätze zwischen Nord- und Südseite sowie zwischen Kretenbereich und Hangfuss. Auch Stellen an der Nordseite sind interessant, zum Beispiel für Moose und Schnecken.

Anreise: ab Liestal mit dem «Waldenburgerli» nach Waldenburg
Dauer: ganzer Tag
Optimale Zeit: zwischen Mai und Hochsommer
Variante: Von der Lauchweid bestehen verschiedene Möglichkeiten für den Rückweg: weiter auf der Krete zur Belchenflue, dann hinab nach Eptingen oder in einem Bogen nach Oberdorf oder auf der anderen Seite hinab nach Langenbruck.
Literaturhinweis: Reihe «Natur im Baselbiet, Exkursionsführer durch Naturschutzgebiete des Kantons Basel-Landschaft», Heft 1 «Rehhag»

Gratweg vom Rehhag zur Ruine Waldenburg.
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