Waldwanderung in Basels Süden

Waldpartie zwischen dem Blattenpass und Blauen Dorf.

Die Hügelzüge im Umkreis der Stadt Basel erreichen mit dem Schweizer Blauen eine Höhe von 875 Metern. Im Kettenjura steigen sie bis zur Bergstufe an. Das Weissenstein-Massiv etwa hat eine Höhe von fast 1450 Metern. Doch bereits auf dem Gempenplateau und in den höchsten Lagen des Blauenkamms treten vereinzelte für den höheren Kettenjura typische Bergpflanzen auf. Verglichen mit der Stadt Basel bestehen, besonders an drückend heissen Sommertagen und im Winter, fühlbare klimatische Unterschiede.

Das grosse zusammenhängende Waldgebiet des Blauenrückens befindet sich bloss neun Kilometer südlich der Stadt Basel.

Man kann von verschiedenen Orten zum Blauen-Höhenweg aufsteigen, so etwa von Pfeffingen aus über den Blattenpass. Auf dem Kammweg durchwandert man westwärts über viele Kilometer reines Waldland. Das bekannte Wandergebiet ist auch bei Bikern sehr beliebt.

Trotz der zahlreichen Erholungssuchenden ist die Dichte an Rehen recht hoch; sogar die Wildkatze kommt hier vor. Die Tiere wissen sich in den grossen Wäldern zu verstecken.

Aus forstwirtschaftlicher Sicht handelt es sich um optimal gepflegte Wälder; stellenweise sind sie plenterartig aufgebaut, das heisst, es sind verschiedene Altersklassen im gleichen Bestand vorhanden.

Botanisch sind die Wälder am Blauen nicht überragend. Es herrschen Wälder der unteren Bergstufe vor mit vielen Rotbuchen, mit Weisstannen und einzelnen Fichten. Da und dort ist der Unterschied zwischen Nord- und Südseite in der Flora und Vegetation prägnant ausgebildet, sind doch Nord- und Südseite des Blauenrückens klimatisch deutlich verschieden.

Hat man die Höhe erreicht, kommt man westwärts zügig voran und gelangt nach dem Challpass ins Gebiet der Challhöchi. Zuvor kann man zur Hofstetter Bergmatten, zum Dittinger Bergmattenhof oder nach Blauen absteigen.

Landschaftlich und biologisch spannend ist die Gegend um den Raemelsberg, so etwa der Galgenfels auf Boden der Gemeinde Burg. Von der Remelweid führt ein Weg hinab nach Kleinlützel. Empfehlenswert ist auch der Höhenweg vom Raemelspitz zum Flühberg («Roti Flue») und hinab zur Busstation «Chlösterli» im Lützeltal.

Die westliche Fortsetzung des Blauenkamms, der Glaserberg, ist weniger bekannt. Von Busstationen im Lützeltal gelangt man in dieses Gebiet (Bus nach Roggenburg ab Laufen).

Ein interessanter Weg führt vom Chlösterli hoch zum Saalhof und zur botanisch sehr wertvollen Saalweid. Von dort geht man am besten in Richtung Dorf Kiffis.

Von der Talstation Sägemühle geht es hoch ins Gebiet des Hofs Blochmont und weiter zum westlich gelegenen Hornihof, dessen Weiden etliche botanische und zoologische Raritäten aufweisen, zum Beispiel den Enzian-Bläuling.

Im Gegensatz zum Schweizer Blauen werden die Wälder am Glaserberg, in denen sich nur wenige Menschen aufhalten, weniger intensiv bewirtschaftet. Teile präsentieren sich fast urwaldartig und weisen eine interessante Pilzflora auf, andere Teile sind durchgewachsene Niederwälder aus Stockausschlägen. Es lohnt sich, diese Wälder genau anzuschauen. Das Haselhuhn dürfte aber auch hier nicht mehr vorkommen, wohl aber die Waldschnepfe.


Urwaldartiger Bestand am Glaserberg mit viel Alt- und Totholz.
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