Smaragd-Gebiet im Lützel-Tal

Ungehindertes Gurgeln und Sprudeln der Lützel.

Prägend für das milde Kleinlützel-Tal ist das Flüsschen Lützel, welches mäandrierend vom Quellgebiet südlich vom jurassischen Lucelle bis zur Mündung vor Laufen in die Birs durch das Seitental fliesst. Entlang steilen Felsfluren und bewaldeten Hanglagen durchzieht die Lützel den schmalen Talgrund, welcher sich nur beim Dorf Kleinlützel zu einer fruchtbaren Ebene ausweitet.

Die abgelegene Grenzlage und die geringe Erschliessung des Tales, begünstigte einen weitgehend naturnahen, unverbauten Flusslauf mit einer kleinflächigen Auendynamik. Ein ökologischer Glücksfall. Man entdeckt Nass- und Feuchtstandorte entlang des Flüsschens und in verlassenen Gruben tummeln sich je nach Jahreszeit im oder am Wasser Frösche, Kröten, Molche, Schnecken, vielleicht sogar eine Ringelnatter oder ein Feuersalamander. Zudem beherbergt die Lützel neben der bedrohten Fischart Groppe einheimische Krebse, welche bislang unbehelligt von eingewanderten Krebsarten leben können.

Auf engstem Raum erlebt man ein Mosaik von Lebensräumen: kühle, mit Eschen, Erlen und Weiden bestandene Auen, nasse und trockene Wiesen, jede mit ihren Schönheiten, vielfältige Gehölze, karge Vegetation auf felsigen Untergrund, lichte Föhrenwälder, weisse, in den Himmel ragende Kalkfelsen. Standorte, wo sich sehr viele seltene Pflanzen und Tiere wohl fühlen, wo unzählige Vogelstimmen, prächtige Schmetterlinge und wunderschöne Blumen den Wanderer begleiten. Ein Ausflug nach Kleinlützel lohnt sich auf jeden Fall.

Wandervorschläge

  • Beeindruckend: Eine nahezu geschlossene, stille Auenlandschaft befindet sich entlang der „Route Internationale“ zwischen Moulin Neuf (bei Roggenburg BL) und dem französischen Lucelle (Grosslützel), wo ein weiteres Naturschutzgebiet (Etang de Lucelle) zum Verweilen einlädt. Die gut zweistündige Wanderung verläuft auf der schweizerischen Seite des Flüsschens. Empfehlenswert im Hochsommer. Beide Ausgangspunkte sind mit dem Bus erreichbar: Moulin Neuf von Laufen BL und Lucelle von Delémont aus. Wichtig: vorgängig Fahrpläne konsultieren.
  • Klein und fein: Rund 1 Kilometer vor Kleinlützel, bzw. nach der Busstation „Huggerwaldsteg“, gelangt man unterhalb der Schnellstrasse am Schlossiweiher vorbei: ein Flussarm der Lützel bildet hier eine kleine Aue in einem Erlenbruchwald mit interessanten Pflanzen. Der lokale Naturschutzverein kümmert sich um diesen Standort.
  • Eindrücklich: Entlang der Dorfhollen (Hang oberhalb des Dorfes) lädt ein bequemer Weg in einem lichten Wald zu einem Spaziergang ein. Früher wurde der Hang als Schaf- und Ziegenweide genutzt, heute besteht ein Waldreservat. Er beherbergt eine vielfältige Fauna und Flora.
  • Abwechslungsreich: eine gut 4 bis 5-stündige Rundwanderung bietet sich ab Kleinlützel zum Remelturm mit anschliessender Gratwanderung zur „Roti Fluh“ (Achtung: aktive Blockschutthalde) und zurück ins Dorf über den „Chrüzboden“ an. Die Route ist bestens beschildert und mit Grillgelegenheiten bestückt. Man darf auf eine tolle Fernsicht ins Sundgau und über die Jurazüge hinweg hoffen.
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