«Roti Gruebe» bei Röschenz, ein tropisch anmutender Ort

«Roti Gruebe» nordwestlich von Röschenz.

Folgt man von Laufen aus nach Norden ins Tal «Schachlete» dem Wanderweg Richtung Nordwesten, kommt man unterwegs im Gebiet «Obere Schachlete» an einer aufgeforsteten Magerwiese vorbei. Mit erstaunlicher Zähigkeit können sich hier trotz beengter Verhältnisse viele charakteristische Magerrasenarten behaupten; darin findet man fast zehn Orchideenarten.

Weiter oben gelangt man in die «Roti Gruebe» unterhalb der «Redelsflue». Der Name bezieht sich auf die durch fossile Verwitterungserde rot gefärbten Kalkfelsen. Solches Rot kommt in unserer Gegend nur lokal an wenigen Orten vor, da es ausschliesslich unter tropischen Klimabedingungen entsteht, wie sie bei uns im Alttertiär herrschten, doch nirgendwo in der Nordwestschweiz ist die Rotfärbung derart ausgeprägt wie hier. Der spezielle Ort lädt zum Verweilen ein, zumal der ehemalige Steinbruch auch regional besondere Tiere und Pflanzen zu bieten hat.

So kommt hier die grosse, ein feines Summen erzeugende Bergzikade vor. Die Art kennt man bei uns nur von solchen locker bewachsenen Orten mit Waldföhren. Dann hört man womöglich die Rufe der Geburtshelferkröte. Auch unter den Pflanzen gibt es etliche erwähnenswerte Arten. Es gedeihen hier typische Arten der Jurakalkfelsen, aber auch Orchideen, so in grosser Zahl die im Juni blühende Gemeine Handwurz.

Anreise: mit dem Zug nach Laufen; weiter zu Fuss oder mit dem Bus nach Röschenz.
Dauer: halb- bis ganztägige Exkursion
Optimale Zeit: zwischen Mai und Hochsommer
Varianten: Aufstieg statt von Laufen von Röschenz aus. Von der «Roti Gruebe» führt ein Weg vorbei am Forstberg zum Dittinger Bergmattenhof (Restaurant). Rückweg zum Beispiel übers Dittinger Feld nach Laufen.

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