Karger Lebensraum auf Kies

Trockenrasen Totengrien in Efringen-Kirchen

Die ehemalige Auenebene zwischen dem Altrhein und den am Rand der Ebene angelegten Siedlungen wird mehrheitlich landwirtschaftlich genutzt. Versteckt zwischen der Autobahn A5 und der Landesstrasse L 378 liegt das Gebiet «Totengrien» am Fuss einer mit lockerem Gebüsch bestandenen Böschung. Auf heissen, trockenen Böden des früheren Auengebiets gedeihen bei extensiver Nutzung schüttere Halbtrocken- und Trockenrasen, auf denen im Frühling zahlreiche Orchideenarten blühen. Der Name Totengrien dürfte entgegen den immer wieder zitierten Angaben weder von einem Friedhof noch von grünem Wald abgeleitet sein, sondern eine nicht bewachsene Kiesinsel bezeichnen (Grien: Ausdruck für Kies).

Typische Pflanzenarten des Trockenrasens sind Steppen-Wolfsmilch, Spargelschote, Karthäuser-Nelke oder die Schwärzliche Orchis. Wo es sehr schütter wird, finden sich die hervorragend getarnte Blauflügelige Ödlandschrecke und die sehr ähnliche Sandschrecke. Für Tagfalter ist das Gebiet im Frühling und Sommer eine attraktive Nektarweide.

Die zunehmende Beschattung durch die Bäume und Sträucher sowie der Eintrag von Nährstoffen bedrohen die trockenen Magerrasen, weshalb auf der 2,8 Hektaren grossen Fläche regelmässig gemäht wird und die Gehölze zurückgeschnitten werden.

Anreise: Mit dem Zug bis nach Istein. Das Naturschutzgebiet befindet sich südlich des Isteiner Klotzes.
Dauer: 2–3 Stunden
Optimale Zeit: Ende April bis Ende Juni

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