Wildflussstrecke im Altrhein

Vom früher verzweigten Rhein sind heute der Grand Canal d’Alsace und der kanalisierte Altrhein übrig geblieben. Nachdem bisher in den Altrhein nur 20 Kubikmeter Wasser pro Sekunde eingeleitet wurden, erhält er jetzt eine jahreszeitlich angepasste Wasserversorgung mit mindestens 45 Kubikmetern pro Sekunde.

Bis vor rund 50 Jahren haben im Altrhein noch Lachse abgelaicht. An den Ufern gedeiht ein Silberweidenwald, und im Winter ist dort regelmässig der Eisvogel zu sehen. Eigentliche Auenwälder, die periodisch überschwemmt werden, sind aber nur weit nördlich von Basel zu finden.

Am Rheinufer zwischen den Steinen lebt versteckt die Schlingnatter, und am Wasserrand flattern langsam die Gebänderte Prachtlibelle und die Blauflügel-Prachtlibelle vorbei. Unter den Grosslibellen haben die bedrohte Gemeine Keiljungfer und die Kleine Zangenlibelle am Oberrhein einen Verbreitungsschwerpunkt. Selten sind die Grüne Keiljungfer und die Gelbe Keiljungfer, von der auch Vorkommen in Basel bekannt sind.

Der Winter ist die Zeit, in der der Rhein die meisten Vögel beherbergt. Aus dem Norden kommende Entenvögel überwintern dort, so vor allem Reiherenten und Tafelenten, aber auch Pfeifenten und Gänsesäger.

Mit dem integrierten Rheinprogramm des Landes Baden-Württemberg wurde ein weiteres Jahrhundertprojekt gestartet. Der Altrhein wird zum Rückhalt von Hochwassern verbreitert und gleichzeitig ökologisch aufgewertet.

Anreise: Mit dem Zug bis Efringen-Kirchen und auf dem Holzweg zum Altrhein oder mit dem Velo von Basel zum Stau Märkt. Von dort auf dem Spazierweg dem Altrhein entlang.
Dauer: ½ Tag
Optimale Zeit: ganzes Jahr

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