Sonnenanbeter auf Kies und Sand

Helmorchis in einem Trockenrasen am Kirchener Kopf

Ausgedehnte Trockenstandorte im Reservat «Petite Camargue Alsacienne» liegen nahe des Rheins, beim «Kirchener Kopf». Der mehrheitlich aus Kies und Sand bestehende Boden kann nur wenig Wasser und Nährstoffe speichern. Es entstehen Halbtrocken- und Trockenrasen, die reich an Orchideen sind. Darauf können Tiere beobachtet werden, die in der Schweiz nur im Tessin, im Wallis oder im Genferseegebiet zu finden sind.

Durch den lückenreichen Rasen führen kleine Pfade, von denen aus sich wärmeliebende Heuschreckenarten, die Gottesanbeterin oder die Weisse Vielfrassschnecke beobachten lassen. Diese zieht sich tagsüber wie andere Schnecken des Mittelmeeres an Pflanzenstängeln in die kühleren Bereiche etwa 20 Zentimeter über der Bodenoberfläche zurück. Auch Schmetterlinge wie Blutströpfchen oder Kronwicken-Dickkopffalter besiedeln die karge Vegetation.

In den angrenzenden Gebüschen, bestehend aus wärmeliebenden Sträuchern, ertönt im Sommer der flötende Gesang der Nachtigall. Allein deren unnachahmliches Konzert ist an einem schönen Sommerabend einen Ausflug in diesen Teil der Petite Camargue Alsacienne wert.

Anreise: Mit dem Velo nach Huningue. Dann dem Canal de Huningue entlang zur Schleuse (écluse) nördlich von Village-Neuf, weiter nach Osten Richtung Transformatorenstation beim Kirchener Kopf. Mit dem Auto nach Kembs parallel zum Rhein und Grand Canal d’Alsace (Rheinkanal) bis zur Transformatorenstation. Mit dem Distribus ab Schifflände bis Haltestelle Saint-Louis Neuweg / Petite Camargue Alsacienne. Mit der Bahn von Basel SNCF nach Saint-Louis-La Chaussée.
Dauer: 1/2 Tag
Optimale Zeit: Mai bis Juni für Orchideen und Tagfalter; August bis September für Heuschrecken

Eine genaue Karte des Naturschutzgebietes gibt es auf der Website petitecamarguealsacienne.com 
unter Kontakt => Plan des sentier du site

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