Wildlebende Tiere und Pflanzen im St. Johanns-Park

Nebeneinander von Freizeitaktivitäten und artenreicheren Lebensräumen.

Die meisten städtischen Pärke werden noch immer gemäss gärtnerischen Gesichtspunkten gepflegt und bestehen zur Hauptsache aus niedrig gehaltenen Scherrasen und Bäumen. Trotz teils eindrücklicher Baumbestände sind sie als Lebensräume für wildlebende Tiere und Pflanzen wenig bedeutend.

Für den im Jahr 1992 eröffneten St. Johanns-Park wurde ein Nebeneinander von Bereichen für Freizeitaktivitäten und artenreicheren Lebensräumen angestrebt. Naturkundlich spannend ist vor allem der Westteil des Parks. Viele Pflanzenarten wurden eingebracht; heute kann man aber kaum mehr zwischen spontan aufgetretenen und eingebrachten Vorkommen unterscheiden. Graukresse und Weicher Storchschnabel sind in grosser Zahl vorhanden.

Die Magerwiesen und lückig bewachsenen Rasen enthalten eine relativ reiche Insektenfauna. Wo die Vegetation vielfältiger ist, leben auch deutlich mehr Insektenarten; das sieht man hier im Vergleich zu Pärken im alten Stil sehr gut. Zehn Tagfalterarten sind im St. Johanns-Park zu erwarten, darunter der Kurzschwänzige Bläuling und der Hauhechel-Bläuling, in anderen Pärken sind es kaum deren fünf.

Anreise: mit dem Tram bis Station St. Johanns-Tor
Optimale Zeit: Frühling und Sommer sind auch hier die attraktivsten Jahreszeiten.
Varianten: Einen Kontrast zum jungen Park bildet die östlich liegende Rheinschanze mit altem Baumbestand. Im April sollte man einen Blick auf die rasige Böschung zum Rhein hinab werfen. Dann kommt dort der Erdbock aus dem Erdreich, ein flugunfähiger Bockkäfer mit grauen Flügeldecken, von dem in der Schweiz nur drei Standorte bekannt sind. Des Erdbocks wegen steht diese Böschung unter Naturschutz.

> Publikation "Erholung und Natur im St. Johanns-Park", Stadtgärtnerei Basel (PDF, 2 MB) 

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