Hessenberg und Nätteberg: orchideenreiche Magerrasen im Fricktal

Die nördlich und zwischen den Ortschaften Bözen und Effingen gelegene Gegend erinnert an das Schutzgebiet «Chilpen» bei Diegten. Der obere Teil heisst Hessenberg, der untere, durch einen Acker abgetrennte Teil ist der Nätteberg.

Wie im Chilpen, dem bekannten Orchideen-Paradies, bilden wechsel-feuchte mergelige Schichten den Untergrund. Die speziellen Bodenbedingungen schaffen prädestinierte Standorte zur Herausbildung lichter, orchideenreicher Pfeifengras-Föhrenwälder, wobei früher wohl die Beweidung die Föhrenwälder zusätzlich auflichtete. Die Wacholderbüsche dürften Relikte der ehemaligen Beweidung sein.

Der Reichtum an Orchideen war der Grund für die Unterschutzstellung der beiden Schutzgebiete Hessenberg und Nätteberg. In grosser Zahl gedeihen hier Gemeine Handwurz, Fliegen-Ragwurz und Spitzorchis, ausserdem Weisse Sumpfwurz und Bienen-Ragwurz, dazu weitere regional seltene Pflanzen wie die Silberdistel.

Auch dieser besondere, wie eine Insel in der Umgebung erscheinende Ort beherbergt etliche spezielle Tiere, darunter Bergzikade, Purpur-Widderchen (mit viel Rot auf den Flügeln), den grünlichen, nur im Frühling fliegenden Brombeerzipfelfalter, möglicherweise den Schmetterlingshaft und die im Baselbiet fehlende Rotflügelige Ödlandschrecke.

Anreise: mit dem Zug bis Frick; dann mit dem Bus bis Bözen oder Effingen; von dort zu Fuss hinauf zu den biologisch wertvollsten südöstlichen Bereichen von Hessenberg und Nätteberg
Dauer: ganzer Tag
Optimale Zeit: für Orchideen im Mai, aber auch im Sommer zu empfehlen

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