Weideland in luftiger Höhe

Ziegen- und Schafweide auf dem Belchen.

Im Schwarzwald wurde die Mehrzahl der gehölzfreien Flächen in den Gipfelregionen durch Rodungen vor rund tausend Jahren geschaffen. Sie dienten praktisch immer als Rinderweiden.

Um den attraktiven Belchen umweltverträglich zu erschliessen, wurde die Belchenbahn gebaut. Wenig berggewohnte Besucher werden von der Bushaltestelle oder vom Autoparkplatz mit einer Gondelbahn zum Belchenhaus hochgebracht. Die Gipfelregion mit ihrem abwechslungsreichen Wegnetz bleibt so autofrei.

Oberhalb von 1200 Metern haben sich Borstgrasweiden ausgebildet. Die Vielfalt der Weidetypen im Belchengebiet ist für den Schwarzwald einmalig.

Die wichtigsten Brutvögel der höchstgelegenen Weiden sind mehrheitlich Bodenbrüter: Wiesenpieper, Wasserpieper, Feldlerche und Bluthänfling. Weiter unten liegende Weiden sind teilweise mit Gebüschen aus Buche, Wacholder, Schwarzdorn, Weissdorn und anderen Arten bestanden. Diese reich strukturierten Weidetypen bilden den Lebensraum für viele Brutvogelarten: Baumpieper, Goldammer, Neuntöter, Wacholderdrossel, Bluthänfling, Dorngrasmücke, Elster und unmittelbar neben feuchteren Situationen Braunkehlchen und Wiesenpieper.

In den Borstgrasrasen leben viele Insektenarten. Unter den Schmetterlingen der Gelbbindige Mohrenfalter, der Dukatenfalter oder das Braunauge sowie zahlreiche Nachtfalter. Von rund einem Dutzend Laufkäferarten ist etwa die Hälfte typisch für die Gipfelregion über rund 1300 Metern.

Viele dieser kälteliebenden Arten werden als Eiszeitrelikte betrachtet, die nach dem Rückgang der Gletscher auf die höchsten Lagen der Mittelgebirge zurückgedrängt wurden.

Anreise: Mit der Wiesentalbahn bis nach Zell, mit dem Bus über Schönau zur Belchenbahn.
Dauer: 1 Tag
Optimale Zeit: Juni bis Oktober

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