Margarethenstich

St. Margarethen Basel

Der WWF Region Basel hatte die Ja-Parole zur Tramverbindung Margarethenstich vom Leimental zum Bahnhof SBB beschlossen und damit auch zähneknirschend den Eingriff am Fusse des stadträumlich prägenden und ökologisch wertvollen Margarethenhügels akzeptiert.

Zur Optimierung des Vorhabens hatten wir in drei Punkten Einsprache erhoben: den planungsrechtlichen Schutz der Schneckenersatzstandorte beantragt, einen groben Eingriff in die historische Baumallee an der Margarethenstrasse wegen der Doppelhaltestelle für Tram und Bus abgelehnt und eine Integration der neuen Stützmauer auf der Seite des Viaduktes verlangt.

Im Baselbiet wurde der entsprechende Kredit in der Volksabstimmung jedoch abgelehnt. Wir gingen davon aus, das Projekt sei gestorben. Doch die Bauvorhaben sollen nun ohne Baselbieter Geld ausgeführt werden – und ohne die neue Schienenverbindung zum Bahnhof SBB. Wir wurden um Stellungnahme für ein überarbeitetes Mauerprojekt gebeten, gegen das wir in der verbesserten Umsetzung keine Einwände haben.

Doch bestehen Bedenken zum Vorgehen. Der Eingriff in den Margarethenhügel war nur in Güterabwägung mit dem Schienenbau zur Förderung des öffentlichen Verkehrs akzeptabel. Auch die baselstädtischen Finanzmittel wurden ja für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs gesprochen. Es liegt jedoch keine Finanzierungssicherung der Tramverbindung vor, und auf Vorrat in das Landschafts- und Naturdenkmal Margarethenhügel einzugreifen, lehnen wir ab. Wer weiss, ob in einigen Jahren die Tramverbindung noch sinnvoll ist und je gebaut wird?

Falls die Begleitbauvorhaben ohne Schienenverbindung umgesetzt werden sollen, müssen sie nach unserer Meinung neu publiziert werden.

Grundsätzlich lehnen wir die Doppelhaltestelle für Tram und Bus an der Margarethenstrasse ab, da in die Allee eingegriffen würde. Es könnte eine Haltestelle wie beim Zoo Dorenbach gebaut werden, wo Bus und Tram am gleichen Ort und nicht hintereinander halten. Dabei kann gewährleistet werden, dass beide Verkehrsträger mindestens einen niveaugleichen Einstieg für mobilitätseingeschränkte Personen zur Verfügung haben. Dafür müssen nicht siebzehn Alleebäume weichen.

Nächstens wird dazu nach längerem Schriftwechsel ein Augenschein durchgeführt. Wir sind gespannt.

September 2018 

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