Sanft, aber unbeugsam

WWF-Magazin Region Basel: November-Nummer

Waldreservate: beschämende Bilanz
Deponieplanung und Recyclingstrategie
Wann kommt der Lachs?
Massiver Eingriff im Margarethenpark
Nein zum Ausbau Langmattstrasse
Sommer am Rheinbord
Sanft, aber unbeugsam - Nachruf aus Martin Vosseler

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Verpasster Naturschutz im Basler Wald

Der WWF Region Basel lehnt den Entwurf des Waldentwicklungsplans (WEP) Basel-Stadt 2019 ab, der bis zum 13. November in den Vernehmlassung ist.

Gemäss dem aktuell geltenden, vom Regierungsrat beschlossenen und behördenverbindlichen Waldentwicklungsplan von 2003 hätten zehn Prozent der baselstädtischen Waldfläche als Waldreservate ausgeschieden werden müssen. Passiert ist bis heute nichts. Die Nichterfüllung der WEP-Vorgaben über eine derart lange Frist stellt ein mar­kan­tes Versagen dar. Das Versäumnis wird vom Amt für Wald eingestanden. Doch Lehren werden daraus keine gezogen. Im Entwurf des Waldentwicklungsplans 2019 werden nicht endlich die Waldreservate ausgeschieden. Im Gegenteil: Es werden erneut unverbindliche Absichtserklärungen in eine ferne Zukunft gemacht.

Der WWF Region Basel lehnt deshalb den Entwurf des neuen Waldentwicklungsplanes für Basel-Stadt ab und verlangt, dass vorgängig die Waldreservate bestimmt und mit dem Waldentwicklungsplan 2019 verbindlich festgelegt werden.

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Chemiemüll im Klybeck

Chemiemülldeponie in Grenzach-Wyhlen. Wie im Klybeck, lud die Ciba Geigy auch dort Abfälle ab.

Im Juni 2019 haben die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) einen Bericht über die Chemiemüllbelastung im Klybeck veröffentlicht. Er zeigt, dass das BASF- und das Novartis-Gelände im Basler Quartier belastet ist, zum Teil mit hoch gefährlichen Substanzen. Dort soll in den nächsten Jahren ein neuer Stadtteil entstehen. Bis heute fehlen systematische Untersuchungen über diese Deponien.

Was bedeutet das für die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers?

Was sollen die Behörden unternehmen?

Zu diesen Fragen berichtet Dr. Martin Forter, Geschäftsleiter AefU.

Dienstag, 26. November, um 19 Uhr

Quartiertreffpunkt Klyck, Kleinhüningerstrasse 205, Basel

Organisiert von: IG Klybeckinsel und Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz AefU
Veranstaltung unterstützt von: WWF Region Basel, Zukunft Klybeck, Greenpeace Regionalgruppe Basel 

Laufen für die Eisbären und das Klima

WWF-Läufe machen Spass. Sie sensibilisieren Kinder und Jugendliche für Umweltthemen und ermöglichen ihnen, sich aktiv für die Natur einzusetzen.

Möchten Sie als Lehrerin oder als Lehrer mit Ihrer Klasse oder dem ganzen Schulhaus einen Lauf durchführen? Dann melden Sie sich bei uns. Wir unterstützen Sie gerne.

Teilnehmenden Klassen bietet der WWF einen kostenlosen Schulbesuch zum Thema.

Auskunft und Anmeldung: Nina Pfister, nina.pfisternoSpam@wwf.noSpamch, 044 297 23 62

Weitere Infos unter: www.wwf.ch/de/aktiv-werden/laufen-fuer-den-wwf

Vier neue Weiher

Amphibienweiher Toggessenmatten. Umgebungsarbeiten und Bepflanzung folgen.

Am Siedlungsrand von Ettingen, beim Marchbach in Richtung Therwil, baut der Naturschutzverein Ettingen eine neue Weiheranlage. Sie passt ideal in die grossräumige Vernetzung von Feuchtlebensräumen. Der WWF Region Basel unterstützt die Schaffung der vier Amphibienweiher mit 3000 Franken.

Damit wird bedrohten Amphibienarten ein Stück Lebensraum zurückgegeben. Als Zielarten vorgesehen sind unter anderem Kreuzkröte, Laubfrosch, Erdkröte, Grasfrosch, Geburtshelferkröte. Zudem soll die Ringelnatter durch Kleinstrukturen und geeignete Landlebensräume neuen Raum erhalten. Eine artenreiche Blumenwiese und Staudenflur schaffen attraktive Nahrungsgrundlagen und Nistplätze für Vögel.

Das Naturschutzgebiet ist teilweise für Besucher begehbar. Das Areal ist im Besitz der Einwohnergemeinde und als Naturschutzgebiet ausgeschieden. Die Gemeinde unterstützt den Bau und gewährleistet den Unterhalt.

Unterstützung dank WWF-Mitgliedern
2017 hatten wir bei den WWF-Mitgliedern der Region einen Spendenaufruf für einen Weiher und eine Wildbienenwand im Tierpark Lange Erlen gemacht. Es kamen 13ʼ000 Franken über die für das Lange-Erlen-Projekt benötigten Mittel hinaus zusammen. Der Beitrag für das Weiherprojekt in Ettingen stammt aus den daraus gebildeten WWF-Rückstellungen für Amphibienprojekte.

Nebenbei: Die Wildbienenwand im Tierpark Lange Erlen musste abgebaut werden. Sie wird im Frühling bei der neuen Wisentanlage wieder aufgestellt.

Oktober 2018

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