Initiativen

Klimagerechtigkeitsinitiative – Basel 2030

Nur mit zukunftsgerichteten Zielen können wir unsere Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft erhalten. Der WWF Region Basel unterstützt die Initiative «Basel 2030».

Der Basler Grosse Rat hat zwar den Klimanotstand ausgerufen, aber konkrete Taten sind kaum erfolgt. Mit der Klimagerechtigkeitsinitiative wird gefordert, dass wirksame, konkrete und sozialverträgliche Massnahmen gegen die Klimaerwärmung ergriffen werden. Städte verursachen viele Treibhausgase, sie haben auch die Möglichkeit, sie rasch und effektiv zu reduzieren. Die Initianten sehen Basel als Teil der weltweiten und nationalen Bewegung von Städten, die vorangehen und zeigen, was möglich ist – zusammen mit Adelaide, Oslo, Kopenhagen und anderen.

Die Initiative verpflichtet Regierung und Parlament, im Rahmen ihrer Kompetenzen dafür zu sorgen, dass der Ausstoss an Treibhausgasemissionen im Kanton Basel-Stadt in allen Sektoren bis 2030 auf netto null sinkt. Dazu sind verbindliche Absenkpfade für Treibhausgase festzulegen.

> www.basel2030.ch

Stadtklima-Initiativen

Ende 2020 werden in Basel die «Zukunfts-Initiative» und die «Gute-Luft-Initiative» lanciert. Der WWF Region Basel unterstützt die Doppel-Initiative.

Die «Zukunfts-Initiative» fordert Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor den negativen Auswirkungen des motorisierten Verkehrs. Öffentlicher Verkehr, Fuss- und Veloverkehr sollen Vorrang geniessen. Während zehn Jahren müssen jährlich mindestens 0,5 Prozent des Strassenraums in Flächen für Fuss- und Veloverkehr oder zugunsten des öffentlichen Verkehrs umgewandelt werden.

Die «Gute-Luft-Initiative» fordert, dass wirksame Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor den negativen Auswirkungen der Klimaerwärmung, wie extreme Hitzetage und Tropennächte, getroffen werden. Dazu sollen insbesondere die Anzahl Bäume erhöht und zusätzliche Grünflächen gesichert werden.

Grünflächen und insbesondere Bäume tragen zu einer deutlichen Reduktion der lokalen Temperatur in Städten bei. Aber auch Umwelt, Flora und Fauna profitieren davon.

> www.umverkehr.ch/projekte/stadtklima-initiativen/basel

Abstimmung

Keine überholte Autobahn-Politik

Die 2015 eingereichte Autobahn-Initiative verlangt, dass der Kanton den Ausbau der Hochleistungsstrassen plant, damit diese den Verkehr ohne Stau aufnehmen können.

Seither hat sich einiges verändert. So sind Anfang dieses Jahres die Hochleistungsstrassen (Ausnahme Chienbergtunnel) an den Bund übergegangen. Da der Kanton keine Zuständigkeit mehr hat und damit die Kapazitäten auf den Hochleistungsstrasse nicht alleine erhöhen kann, sorgt die Autobahn-Initiative vor allem für teure Leerläufe bei der Planung. Es müssten Studien erstellt werden, über deren Verwendung der Bund entscheidet. Und es müsste halbjährlich Bericht erstattet werden, obwohl es bei solch langwierigen Prozessen kaum regelmässig Neuigkeiten geben dürfte.

Abgesehen vom Ausbau der Autobahnen will die Autobahn-Initiative vieles, was es schon gibt: Task-Force Anti-Stau, Zusammenarbeit bei grösseren Verkehrsprojekten.

Der WWF Region Basel empfiehlt deshalb ein Nein.

> autobahninitiative-nein.ch

Neubau Naturhistorisches Museum und Staatsarchiv

WWF-Magazin Region Basel: September-Nummer

Einsprache Überbauung «Schwinbach Süd» in Arlesheim

In Arlesheim soll eine grössere Überbauung beim Areal «Schwinbach Süd», unweit des Goetheanums realisiert werden. Der WWF Region Basel hat in der Einsprache beantragt, das Baugesuch aufgrund schwerer Planungsunterlassungen nicht zu genehmigen.

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Nein zum Hafenbecken 3

In Basel sollen ein neues Hafenbecken und ein riesiges Containerterminal («Gateway Basel Nord») gebaut werden - mitten in einem der wertvollsten Naturschutzgebiete der Schweiz.

Es gibt viele Argumente gegen das Projekt, aus ökologischer, wirtschaftlicher, sicherheitstechnischer, raumplanerischer und logistischer Sicht. Ein breit abgestütztes Komitee sagt deshalb NEIN:

  • Nein zur Zerstörung eines einzigartigen Naturschutzgebietes von nationaler Bedeutung.
  • Nein zu einem Mega-Containerterminal am falschen Ort.
  • Nein zu einem überteuerten neuen Hafenbecken, dessen Bedarf nicht belegt werden kann.
  • Nein zu massiv mehr Lastwagenverkehr, Lärm und Gefahrgütern in der Stadt.
  • Nein zu einem fragwürdigen Hafenbecken, das Schiffsführer vehement ablehnen.

Deshalb: NEIN zum Hafenbecken 3. Vielen Dank für Ihre weitere Unterstützung.

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Bis zum 27. März konnten über 4000 Unterschriften für das Referendum gegen den geplanten Bau des Hafenbeckens 3 gesammelt werden. 2000 wären nötig gewesen. Wir bedanken uns herzlich bei allen, die unterschrieben haben.

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 www.hafenbecken3nein.ch

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Sanft, aber unbeugsam

Verpasster Naturschutz im Basler Wald

Der WWF Region Basel lehnt den Entwurf des Waldentwicklungsplans (WEP) Basel-Stadt 2019 ab, der bis zum 13. November in den Vernehmlassung ist.

Gemäss dem aktuell geltenden, vom Regierungsrat beschlossenen und behördenverbindlichen Waldentwicklungsplan von 2003 hätten zehn Prozent der baselstädtischen Waldfläche als Waldreservate ausgeschieden werden müssen. Passiert ist bis heute nichts. Die Nichterfüllung der WEP-Vorgaben über eine derart lange Frist stellt ein mar­kan­tes Versagen dar. Das Versäumnis wird vom Amt für Wald eingestanden. Doch Lehren werden daraus keine gezogen. Im Entwurf des Waldentwicklungsplans 2019 werden nicht endlich die Waldreservate ausgeschieden. Im Gegenteil: Es werden erneut unverbindliche Absichtserklärungen in eine ferne Zukunft gemacht.

Der WWF Region Basel lehnt deshalb den Entwurf des neuen Waldentwicklungsplanes für Basel-Stadt ab und verlangt, dass vorgängig die Waldreservate bestimmt und mit dem Waldentwicklungsplan 2019 verbindlich festgelegt werden.

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