Auenparadies

Rheinaltarme im Reservat Taubergiessen.

Taubergiessen bei Rheinhausen, Rust und Kappel
Wer ins Naturschutzgebiet «Taubergiessen» eintritt, fühlt sich in eine Zeit vor über 150 Jahren zurückversetzt. Hier lässt sich noch erahnen, wie die Rheinebene vor der grossen Korrektion durch Tulla ausgesehen hat. Die Landschaft besteht aus einem Nebeneinander von zahlreichen Wasser führenden Gerinnen, überfluteten Auenwäldern und trockenen, nährstoffarmen Wiesen. Den Namen «Giessen» allerdings hat das Gebiet von den Grundwasseraufstössen am Fuss der Niederterrasse erhalten. Hier tritt kristallklares Wasser zutage.

In den Magerwiesen fliegen Schmetterlinge, wie zum Beispiel Bläulinge, Wald-Wiesenvögelchen oder Schachbrettfalter von Blüte zu Blüte. Besonders anmutig ist der Gesang der Feldgrillen im frühen Sommer. In der Nähe der Gewässer oder über ihnen schweben die Libellen oder sie gleiten im Tiefflug nach Beute jagend über den Wegen.

Im Winterhalbjahr überwintern viele Wasservögel des Nordens oder sie suchen die Gewässer während des Durchzugs auf. Dazu gehören Kormoran, Seidenreiher, Saatgans, Pfeifente, Tüpfelsumpfhuhn, Bruchwasserläufer, Sturmmöwe und Wasserpieper.

Früher lebte ein grosser Teil der Bevölkerung von der Fischerei. Heute wird das Fischereirecht nur noch im Nebenamt genutzt; man fängt vor allem Weissfische. Einige Fischer führen Naturfreunde gegen ein Entgelt in Weidlingen durch das Naturschutzgebiet. Adressen können Sie auf den Gemeindeverwaltungen der Gemeinden Rheinhausen, Rust oder Kappel sowie über die angegebenen Websites in Erfahrung bringen.

Anreise: Mit dem Zug vom Badischen Bahnhof nach Ringsheim. Mit dem Bus bis Rust Rathaus. Mit dem Auto bis Rust, Rheinhausen oder Kappel.
Dauer: 1 Tag
Optimale Zeit: für Tiere der Magerrasen Mai und Juni; für Libellen und übrige Wasserinsekten Mai bis September; für Zugvögel und Wasservögel Winterhalbjahr 

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