Bachlauf im Hochstaudental

Der Lolibach in der Tüfleten

Auf der westlichen Seite wird das Gempenplateau an der Grenze zwischen Dornach und Duggingen vom Lolibach entwässert. Nach einer Fliessstrecke im Landwirtschaftgebiet ist der Bach unterhalb des Hofs Unteres Tiefental (Untere Tüfleten) von einem Ufergehölz umgeben. Die bewaldete Strecke des Bachlaufs in der Tüfleten ist ein Naturschutzreservat des Kantons Solothurn. Markant sind im oberen Bereich der Strecke die grossen Felsblöcke, die einst als Bergsturz von der Fluh des Dornachbergs abgebrochen sind. Weiter unten erlauben Waldlichtungen die relativ grossflächige Ausdehnung einer typischen Ufervegetation mit Hochstauden. Ab etwa Mai entfalten sich darin die auffälligen grossen Blätter der Pestwurz. Im Sommer treten in den Blättern regelmässig Frassspuren auf, die von bestimmten Blattkäferarten stammen.

Blattkäfer nehmen wie viele Pflanzenfresser eine sehr einseitige Nahrung auf. Deshalb haben die Blattkäfer Bakterien als Partner, die in gewisse Darmzellen «eingepackt» sind. Diese bereiten die Zellulose des Pflanzengewebes so auf, dass die Tiere sie verwerten können.

Auf der Ufervegetation lassen sich Schmetterlinge wie der Kaisermantel zum Sonnenbad nieder. Am Wegrand wächst mit der Pimpernuss eine seltene Strauchart, in deren aufgeblasenen Früchten sich nussartige Samen entwickeln. Diese gelten im Volksglauben als Glücksnüsschen und werden deshalb auch im Portemonnaie mitgetragen.

Vor der Einmündung ins Birstal wird der Lolibach zu einem Weiher aufgestaut, in dem sich Grasfrösche, Erdkröten und Bergmolche fortpflanzen.

Anreise: Mit dem Zug oder Tram nach Aesch. Vom Bahnhof über Angenstein Oberäsch nach Tüfleten.
Dauer: ½ Tag
Optimale Zeit: ganzes Jahr

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