Reicher Lebensraum Wald

Rütihard.

Der Schweizer Wald ist dank des Waldgesetzes bereits seit über hundert Jahren in seiner Flächenausdehnung geschützt. Als wichtigste Waldtypen gedeihen in der Rütihard Eichen-Hagebuchenwälder, Hainsimsen-Buchenwälder und Waldmeister-Buchenwälder. In gewissen Bereichen kommen dank des kalkarmen Lössuntergrunds sogar einzelne Edelkastanien vor.

Vogelarten nisten im Wald bevorzugt in Baumhöhlen, die durch Spechte oder Pilzbefall in alten Stämmen entstehen. Da alte Bäume jedoch selten sind, werden die Brutvögel im Wald seit vielen Jahrzehnten durch Nistkästen und seit Kurzem auch durch das Stehenlassen von Altholzinseln gefördert. Im Frühling können anhand des Gesangs über 40 Vogelarten nachgewiesen werden.

Der Mittelspecht ist gesamtschweizerisch betrachtet die bedeutendste Brutvogelart in der Rütihard. Auf Nahrungssuche stochern die Vögel in der groben Borke alter Eichen nach verborgenen Kleintieren wie Insekten oder Spinnentieren.

Unter den Blättern oder unter einem abgestorbenen Ast lassen sich zahlreiche Laub abbauende Kleinlebewesen entdecken. Dazu gehören Tausendfüssler, Hundertfüssler, Springschwänze, Ringelwürmer, Asseln, Laufkäfer, Schnecken, Zweiflügler und Spinnen. Laufkäfer und Spinnen stellen als Räuber den eigentlichen Laubabbauern nach.

Auch Totholz beherbergt eine vielfältige Tierwelt; im benachbarten Wald in Arlesheim wurden über 320 Käferarten gefunden. Wer hätte in den auf dem Waldboden liegenden Ästen und Stämmen eine solche Vielfalt vermutet?

Anreise: Mit dem Tram Nr. 10 bis zur Haltestelle Hofmatt oder mit dem Velo bis Asprain.
Dauer: 2–3 Stunden (Rundweg ca. 2 Stunden)
Optimale Zeit: ganzes Jahr
Variante: Wanderweg bis nach Muttenz und von dort mit Tram Nr. 14 oder SBB zurück nach Basel.

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