Vom Tüllinger Berg nach Ötlingen: schönster Aussichtsweg der Region

Blick von der Wieseebene auf den Schlipf.

Der untere Teil des Tüllinger Bergs gehört zur Schweiz und wird als «Schlipf» bezeichnet. Von allen Gebieten des Kantons Basel-Stadt ist der Schlipf das strukturreichste. Rebparzellen wechseln ab mit Wiesen, Obstbäumen und Gehölzen.

An diesem Hang kommen mehrere regional seltene Vogelarten vor, nämlich Wendehals, Zaunammer und Gartenrotschwanz. Letzterer erreicht hier die höchste Revierdichte in beiden Basel. Unter den Pflanzen sind Weinberg-Tulpe und Bisam-Hyazinthe, zwei typische Rebbergpflanzen, sowie der schon im Februar blühende Winterling hervorzuheben.

Oben bei der Kirche befindet sich einer der besten Aussichtspunkte der Region Basel mit Blick über die Agglomeration und in den Jura.

Der Panoramaweg zum schön gelegenen Winzerdorf Ötlingen führt durch eine abwechslungsreiche Gegend mit Rebbergen, extensiv genutzten Wiesen und grossen alten Obstbaumbeständen. Je nach Exposition hat man Sicht Richtung Isteiner Klotz und die Vogesen, dann wieder Richtung Basel.

Nirgendwo in den beiden Basel sind die Bedingungen für Obstgartenvögel so gut wie hier. In den letzten zehn Jahren kam es hier zu Bruten des Steinkauzes, der in den beiden Basel ausgestorben ist.

Anreise: mit dem Tram nach Riehen bis Station Weilstrasse; von dort auf der Weilstrasse über die Wiese und dann hinauf zur Kirche des Tüllinger Bergs. Unterhalb der Kirche zweigt der Panoramaweg nach Ötlingen ab. Von dort führen mehrere Wege zurück.
Dauer: halber Tag
Optimale Zeit: für Vögel (Gesangszeit) zwischen Ende April und Mai, für Rebbergpflanzen im April; reizvoll ist das Gebiet auch im Spätsommer.
Literaturhinweis: Exkursionsführer von Huovinen und Schläpfer: "Die Pflanzenwelt der Region Basel" (2005)

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