Typen von Magerrasen

Die für Tiere wertvollsten Magerrasen sind strukturreiche Magerweiden mit Büschen, einzelnen Bäumen und unebenem Bodenrelief.

Magerrasen sind ungedüngtes Grünland auf nährstoffarmen, oft trockenen Böden. Dabei sind die Magerweiden aufgrund der grösseren Strukturvielfalt in der Regel artenreicher an Tieren als Magerwiesen. Die für Magerrasen wertvollsten Gebiete der Region Basel befinden sich im Jura auf Kalkstein, und zwar im Laufental (Nenzlingen, Blauen, Dittingen, Liesberg, Réselle de Soyhières) und im Kettenjura (Lauch-, Rehhagweid, Region Wasserfallen zwischen Chellenchöpfli und Ulmethöchi), während im Tafeljura nur wenige, zumeist kleinflächige Magerrasen vorkommen. Eine Ausnahme bildet die Gemeinde Rothenfluh mit grossflächigen Magerwiesen.

Andere Magerrasen haben sich auf anderem Ausgangsmaterial entwickelt, so ein besonderer Typus auf den wechselfeuchten Effingermergeln (Chilpen und Hessenberg). Auf Birsschotter hat sich auch ein anderer Typus herausgebildet (Reinacher Heide) - und nochmals ein anderer auf Rheinschotter in der Oberrheinebene. („Totengrien“ südlich des Dorfs Istein zwischen Autobahn und Hauptstrasse. Zwei Orte im Naturschutzgebiet Petite Camargue Alsacienne: „Heid“ am Canal de Huningue und zwischen den Altwasserarmen nahe beim Rhein) 

Einen Spezialfall stellen die Trockenruderalgebiete der Bahngelände insbesondere von Basel-Nord dar.

Bundesinventar

Das Bundesinventar der Trockenwiesen und -weiden ist ein Biotopinventar analog zum nationalen Auen- oder Flachmoorinventar. Während der Bund die Objekte bezeichnet und die Schutzziele definiert, sind die Kantone in der Umsetzung gefordert. Hauptinstrument zur Erhaltung der Flächen sind Bewirtschaftungsverträge mit den Landwirten.
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