Verpasster Naturschutz im Basler Wald

Der Kanton Basel-Stadt überarbeitet den Waldentwicklungsplan (WEP), eine Art Richtplan für den Wald. Der WWF Region Basel lehnt den Revisionsentwurf ab.

Der WEP aus dem Jahr 2003 sieht vor, zehn Prozent der Waldfläche als Waldreservat auszuscheiden. Es ist bisher jedoch kein einziges Waldreservat planungsrechtlich gesichert! Die Vorgabe des WEP wurde nicht erfüllt.

Dieses schwerwiegende Versäumnis wird mit dem aktuellen WEP-Entwurf nicht kompensiert. Es werden einzig vage Ideen über mögliche Waldreservate ausgebreitet, dafür neue Schwerpunkte wie Waldrandentwicklung und Eichenförderung postuliert, die aber konzeptionell und planerisch nicht fundiert sind.

Unser zentrales Anliegen ist, dass mit der Revision des WEP die Waldreservate verbindlich festgelegt werden, indem sie – gemäss dem Vorgehen im Offenland, der Praxis in Baselland und früheren Zusagen des Amtes für Wald – durch Regierungsbeschluss in das Inventar der geschützten Naturobjekte aufgenommen werden. Den Antrag für die Inventaraufnahme muss das zuständige Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt von Regierungsrat Brutschin stellen.

Unklar bleibt, weshalb neu standortfremde Arten im Wald beigemischt werden sollen.

März 2019

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