Brücke vom Dreispitz nach Brüglingen

WWF Region Basel lehnt Brücke vom Dreispitz nach Brüglingen ab

Die Gemeinde Münchenstein will das ehemalige Industriegebiet Dreispitz zu einem Stadtquartier entwickeln. Zugleich soll das Brüglinger-Areal mit einer neuen Brücke als Naherholungszone erschlossen werden. Weiter plant die BLT am Brückenstandort eine neue Tramhaltestelle.

Der WWF Region Basel lehnt in der Mitwirkung die Mutation des entsprechenden Strassennetzplans ab, da keine umfassende Interessenabwägung vorgenommen wurde, wie dies bei Planungsmassnahmen gemäss Art. 3 der Raumplanungsverordnung des Bundes Bedingung ist. Die Anhörung erfüllt damit die gesetzlichen Voraussetzungen nicht.

Die geplante Passerelle beeinträchtigt auf Brüglinger Seite ein Naturschutzgebiet des Bundes (TWW-Objekt). Ein Eingriff in das Trockenwiesenobjekt ist jedoch nur bei nationalem Interesse und Standortnotwendigkeit möglich. Für uns ist der Brückenstandort nicht realisierbar.

Die neue Brücke dürfte eine zusätzliche Nutzung gerade in der Nähe des Brückenkopfes zur Folge haben. Es ist nicht davon auszugehen, dass diese allein auf den Wegen stattfindet, sondern auch das Bundesnaturschutzobjekt und kommunale Naturschutzgebiete betrifft. Wir sehen auch das WWF-Schutzgebiet in Gefahr, das unsere Organisation im Rahmen der Grün 80 mit 100‘000 Franken mitfinanziert hat. Auf diese Fragen wird nicht eingegangen.

Grundsätzlich müssen bei Arealentwicklungen die Grün- und Freiflächenansprüche der Nutzer auf dem Entwicklungsareal selbst eingeplant werden. Sie können nicht auf benachbarte Naturschutzzonen ausgelagert werden. Denn Naturschutzgebiete dienen nicht primär der Erholungsnutzung oder als Pausenhof; ihre Zielsetzung ist der Schutz der Natur. Im Sinne einer Naturschonzone ist es zulässig, Erholungsnutzung zuzulassen, sofern die Schutzziele nicht beeinträchtigt werden. Dieser Nachweis wird aber nicht erbracht.

September 2020

Initiativen

Klimagerechtigkeitsinitiative – Basel 2030

Nur mit zukunftsgerichteten Zielen können wir unsere Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft erhalten. Der WWF Region Basel unterstützt die Initiative «Basel 2030».

Der Basler Grosse Rat hat zwar den Klimanotstand ausgerufen, aber konkrete Taten sind kaum erfolgt. Mit der Klimagerechtigkeitsinitiative wird gefordert, dass wirksame, konkrete und sozialverträgliche Massnahmen gegen die Klimaerwärmung ergriffen werden. Städte verursachen viele Treibhausgase, sie haben auch die Möglichkeit, sie rasch und effektiv zu reduzieren. Die Initianten sehen Basel als Teil der weltweiten und nationalen Bewegung von Städten, die vorangehen und zeigen, was möglich ist – zusammen mit Adelaide, Oslo, Kopenhagen und anderen.

Die Initiative verpflichtet Regierung und Parlament, im Rahmen ihrer Kompetenzen dafür zu sorgen, dass der Ausstoss an Treibhausgasemissionen im Kanton Basel-Stadt in allen Sektoren bis 2030 auf netto null sinkt. Dazu sind verbindliche Absenkpfade für Treibhausgase festzulegen.

> www.basel2030.ch

Stadtklima-Initiativen

Ende 2020 werden in Basel die «Zukunfts-Initiative» und die «Gute-Luft-Initiative» lanciert. Der WWF Region Basel unterstützt die Doppel-Initiative.

Die «Zukunfts-Initiative» fordert Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor den negativen Auswirkungen des motorisierten Verkehrs. Öffentlicher Verkehr, Fuss- und Veloverkehr sollen Vorrang geniessen. Während zehn Jahren müssen jährlich mindestens 0,5 Prozent des Strassenraums in Flächen für Fuss- und Veloverkehr oder zugunsten des öffentlichen Verkehrs umgewandelt werden.

Die «Gute-Luft-Initiative» fordert, dass wirksame Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor den negativen Auswirkungen der Klimaerwärmung, wie extreme Hitzetage und Tropennächte, getroffen werden. Dazu sollen insbesondere die Anzahl Bäume erhöht und zusätzliche Grünflächen gesichert werden.

Grünflächen und insbesondere Bäume tragen zu einer deutlichen Reduktion der lokalen Temperatur in Städten bei. Aber auch Umwelt, Flora und Fauna profitieren davon.

> www.umverkehr.ch/projekte/stadtklima-initiativen/basel

Neubau Naturhistorisches Museum und Staatsarchiv

WWF-Magazin Region Basel: November-Nummer

Magazin (PDF)

  • Naturschutz im Wald: WWF stellt Fragen zur Praxis des Amtes für Wald beider Basel.
  • Noch hundert Tage: Gespräch mit Regierungsrat Wessels
  • Neue Birskraftwerke: die Alarmglocken läuten
  • Windenergie: Wenn irgendwo im Kanton – dann bei Schweizerhalle.
  • WWF Region Basel gegen Brücke direkt ins Naturschutzgebiet des Bundes
  • Neubau Kantonsarchiv, Naturhistorisches Museum, Irène Zurkinden-Platz: spezielles Vorgehen der Ämter

Einsprache Überbauung «Schwinbach Süd» in Arlesheim

In Arlesheim soll eine grössere Überbauung beim Areal «Schwinbach Süd», unweit des Goetheanums realisiert werden. Der WWF Region Basel hat in der Einsprache beantragt, das Baugesuch aufgrund schwerer Planungsunterlassungen nicht zu genehmigen.

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Verpasster Naturschutz im Basler Wald

Der WWF Region Basel lehnt den Entwurf des Waldentwicklungsplans (WEP) Basel-Stadt 2019 ab, der bis zum 13. November in den Vernehmlassung ist.

Gemäss dem aktuell geltenden, vom Regierungsrat beschlossenen und behördenverbindlichen Waldentwicklungsplan von 2003 hätten zehn Prozent der baselstädtischen Waldfläche als Waldreservate ausgeschieden werden müssen. Passiert ist bis heute nichts. Die Nichterfüllung der WEP-Vorgaben über eine derart lange Frist stellt ein mar­kan­tes Versagen dar. Das Versäumnis wird vom Amt für Wald eingestanden. Doch Lehren werden daraus keine gezogen. Im Entwurf des Waldentwicklungsplans 2019 werden nicht endlich die Waldreservate ausgeschieden. Im Gegenteil: Es werden erneut unverbindliche Absichtserklärungen in eine ferne Zukunft gemacht.

Der WWF Region Basel lehnt deshalb den Entwurf des neuen Waldentwicklungsplanes für Basel-Stadt ab und verlangt, dass vorgängig die Waldreservate bestimmt und mit dem Waldentwicklungsplan 2019 verbindlich festgelegt werden.

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